13 Jahre in Angst

Herausforderung

Carl Heinz Kipper war der letzte jüdische Zeitzeuge des Zweiten Weltkriegs in Iserlohn. Er ist – initiiert durch die Stadt Iserlohn – regelmäßig mit Kindern und Jugendlichen durch die Stadt getourt und hat seine Erfahrungen und Erlebnisse von dieser dunklen Zeit mit ihnen geteilt. Während der Touren durch die Innenstadt Iserlohns wollte er für die Themen Holocaust, Ausländerfeindlichkeit und der damit verbundenen Toleranz sensibilisieren. Die Stadt Iserlohn ist an uns herangetreten, diese Persönlichkeit, sein Wirken und seine Botschaft filmisch zu dokumentieren, um diese auch anderen Jugendlichen zugänglich zu machen.

Leider kam es unmittelbar nach den Dreharbeiten und im Post-Produktions-Prozess zu einer weiteren, sehr traurigen Herausforderung: Herr Kipper ist verstorben. Wir haben ihn als einen sehr liebenswerten und engagierten Menschen kennen gelernt, der mit Freude sein Wissen und seine Erfahrungen mit anderen Menschen geteilt hat. Wir bedauern sehr, dass sich Herr Kipper den fertigen Film nicht mehr ansehen konnte.

Lösung

Ein so komplexes Leben, das auf vielen guten, aber auch schlechten Erinnerungen basiert, musste in einen Stil gegossen werden, der einzigartig, besonders und trotzdem ergreifend und packend ist. Um diese Emotionen bei den Zuschauern zu wecken, haben wir uns dazu entschieden, die Dokumentation mit animierten Bildern zu visualisieren. Der Film soll sowohl Erwachsene als auch Kinder ansprechen und nachhaltig beeindrucken.

Ergebnis

Das Ergebnis ist ein moderner, unkonventioneller, spannender und packender Film. Die teils grausamen, teils glücklichen Erlebnisse und Erinnerungen des jungen Carl Heinz Kipper finden innerhalb einer spannenden Gesamterzählung statt und werden von animierten Zeichnungen visuell unterstützt. Auf diese Art und Weise schaffen sie eine ungemeine Aufmerksamkeit dafür, dass Holocaust, Judenverfolgung und Ausländerfeindlichkeit überall in Deutschland stattgefunden haben und dass so etwas nie wieder vorkommen darf. Am Sonntag, 18.05.2014, feierte der 21-Minütige Dokumentarfilm vor ausverkauftem Publikum seine Premiere im Iserlohner Kino. Neben Radio MK und dem WDR hat unter anderem der Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung berichtet