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Wanderlust & City Dust
20
Apr 2018

Wanderlust & City Dust

Unsere Werkstudentin Julia hat uns verlassen – wenn auch nur für kurze Zeit. Im Rahmen ihres Studiums ist ein Auslandssemester vorgesehen. Und hier hat Julia die Gelegenheit genutzt, sich gleich möglichst weit weg von Zuhause zu begeben: nach Australien! Sie schreibt uns jedoch regelmäßig und hat nun auch einen kleinen Beitrag für unseren Blog verfass und räumt mit einigen Vorurteilen über das Land auf der anderen Seite der Welt auf.

P Sherman, 42 Wallaby Way, Sydney – die wohl berühmteste Adresse Australiens und auch mich verschlug es vor einigen Wochen dorthin – oder zumindest in die Nähe.

Seit über einem Monat studiere und wohne ich nun schon in Down Under. Und obwohl man sprichwörtlich sagt, dass aller Anfang schwer ist, dauerte es bei mir nicht lange, da waren Anreiseeskapaden und Jetlag vergessen und man ertappte sich dabei wie ein waschechter Australier mit freundlichem Lächeln und einem gelassenen „How ya‘ goin‘?“ um sich zu werfen – eins der vielen Vorurteile, die man gegenüber dem „Oz“ nun einmal so hat.

Kängurus sind zum Knuddeln und Haie warten darauf dich anzugreifen

Klischees sind dafür da, um bestätigt zu werden – auch am anderen Ende der Welt. Doch welche davon sind wirklich wahr? Lauert wirklich hinter jeder Ecke eine giftige Spinne und sollte man das Meer besser meiden? Ich decke sie auf, die sechs bekanntesten Klischees, die wir Deutschen von Land und Leuten haben!

1. Das Wetter: In Australien scheint immer die Sonne und selbst im Winter ist es nie kalt.

Falsch! Zwar ist das Wetter hier definitiv um einiges besser als im verregneten Deutschland (erkennt man auch daran, dass Ventilatoren ständig ausverkauft sind), dennoch kann es hier ziemlich kalt werden. Während der Herbst- und Wintermonate, also März bis August (der Name Down Under kommt nicht von irgendwo her…), kühlt es sich vor allem nachts deutlich ab. In Sydney können es so gut und gerne mal „nur“ 5°C Grad sein. Hartgesottene Deutsche mögen das möglicherweise nicht ganz so ernst nehmen, aber ich sage euch, wenn man sich so langsam an durchgehend 25-30°C gewöhnt hat, kommt einem alles jenseits der 20°C wie eine Eiszeit vor.

2. Koalas und Kängurus gibt’s dort überall zu sehen.

Leider nein! So schön das auch wäre, diese einzigartigen Tiere stehen hier nicht auf der Straße rum und warten auf Touristen, um gemeinsam in eine Handykamera zu lächeln. In Wirklichkeit ist es ziemlich schwierig die charakteristischen Tiere Australiens in freier Wildbahn zu beobachten. Viele Tierarten kommen nur in bestimmten Lebensräumen vor oder sind nicht ganz so zutraulich, wie man sich das vielleicht wünschen würde.

3. Stirbst du nicht an Hautkrebs, dann, weil dich ein giftiges Tier gestochen oder gebissen hat.

Zum Glück nicht! Die Sonne ist hier in der Tat deutlich stärker als in Deutschland oder als man es beispielsweise vom guten alten Mallorca gewöhnt ist, aber mit dem richtigen Sonnenschutz muss hier keiner an Hautkrebs sterben. Sonnencreme sollte man übrigens besser direkt vor Ort kaufen, die sind nämlich eindeutig mit einem besseren Schutzfaktor – merkt man auch daran, dass man sich nach einem Tag mit Sonnencreme gefühlt drei Stunden duschen muss, um jegliche Überreste abzuschrubben.

Einige der gefährlichsten Tiere der Welt gibt es definitiv hier. Spinnen, Schlangen, Haie, Krokodile oder Quallen. Die Tierwelt ist mit Sicherheit vielfältiger als in Deutschland und eine Spinnenphobie ist hier auch fehl am Platz, es sei denn man versucht eine Konfrontationstherapie. An jeder Ecke lauern kleine Krabbeltiere, die jedoch zu 95% ungefährlich sind. Nichtsdestotrotz sollte besser nicht alles angefasst oder gar gestreichelt werden.

4. Haiattacken sind hier normal.

Falsch! Ja, Haie gibt es hier und ja, Haiangriffe gibt es hier auch, aber das sollte einen nicht davon abhalten im Meer zu schwimmen, das Surfen auszuprobieren oder im Great Barrier Reef zu schnorcheln. An jedem öffentlichen Strand gibt es außerdem ein Rescue Team, schon allein bei Quallenalarm wird sofort eine Durchsage gemacht. Ich lebe hier nach dem Motto: wenn so viele Menschen im Wasser sind, dann kann ich wohl auch hineingehen. Eine Yolo- und no risk, no fun- Einstellung ist hier von Vorteil.

5. Australien ist extrem teuer.

Leider ja! Preise vergleichen und Angebote shoppen werden hier zu meinem neuen Hobby. Essen gehen kann man sich wirklich nicht ständig gönnen (aber manchmal sollte man, sonst verpasst man die vielen Köstlichkeiten) und einkaufen ist bei good old Aldi am günstigsten. Wir Deutschen sind ja auch sehr verwöhnt, was günstiges Essen angeht. Dennoch, wenn man sich nach den Angeboten richtet, kann man auch hier so einige Schnapper machen, vor allem was Obst angeht. Kleiner Tipp an alle, die mal nach Australien reisen wollen: Ab etwa 16 oder 17 Uhr gibt es in vielen Supermärkten und Bistros den sogenannten Quick Sale. Da versuchen die Betreiber alle Sachen loszuwerden, die sie sonst wegschmeißen müssten. Und zwei chinesische Nudelboxen für 5 Dollar, da kann man nicht meckern!

6. Jeder surft hier: Ob Mann, Frau, Kind, Haustier – einfach jeder!

Ja! Ich glaube, ich war noch an keinem Strand an dem ich keine Surfer gesehen habe. Aber bei den Wellen ist das auch kein Wunder! Mir hat es schon das ein oder andere Mal den Boden unter den Füßen weggezogen. Da bewundere ich doch die Kleinsten – oft nur halb so groß wie ein normales Surfboard, die sich furchtlos in die Wellen stürzen. Also, das Surfen gehört hier wirklich zum Lebensstil, wie die Bratwurst zu den Deutschen.

Ihr seht, Australien ist mit Sicherheit eine Reise wert! I promise, it’s gonna be heaps good, guys!

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