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Kugelschreiber, Roll-Ups, Süßigkeiten – fertig ist der Messestand …
07
Jun 2016

Kugelschreiber, Roll-Ups, Süßigkeiten – fertig ist der Messestand …

… der niemanden interessiert. Bei keinem Kommunikationsmittel ist der unmittelbare Vergleich zum Wettbewerb so direkt wie bei der Messekommunikation. Deswegen birgt kein Kanal mehr Chancen, zu gewinnen. Ein Plädoyer für die Devise: Ganz oder gar nicht.

Wiederholt haben wir im Unternehmermagazin Südwestfalen einen Fachbeitrag veröffentlicht. Das Thema dieses Mal: erfolgreiche Messekommunikation. Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

Von allen Marketinginstrumenten hat Messekommunikation die mit Abstand größte Zielgruppe. Auf der einen Seite entstehen viele Kontakte zu Neukunden, auf der anderen Seite besteht die Möglichkeit, das eigene Image bei Bestandskunden und Stakeholdern zu pflegen. Auf einer Messe sind alle da: Ihr Kunde ist da, Ihr Wettbewerb ist da, Sie sind da. Die Messekommunikation ist also die perfekte Waffe, mit einem eigens entwickelten Showroom ein aufnahmebereites Publikum von den Vorteilen der Produkte und Dienstleistungen zu überzeugen.

Doch was passiert in der Regel? Kunden gehen gelangweilt von einem Standklon zum nächsten und die aufregendsten Gespräche entstehen zwischen dem Personal zweier Nachbarstände. Das Ergebnis: Besucher haben sich pflichtbewusst die Datenblätter der neuen Innovation aushändigen lassen und legen sie im Idealfall zusammen mit den Datenblättern Ihres Wettbewerbs in eine Mappe zur Messenachbereitung. Sie haben versäumt, Ihre Kunden für ein Produkt oder eine Innovation zu begeistern und Ihre Leistung greifbar zu machen.

Bei der Messekommunikation gilt: Form follows function

Wo liegt der Fehler? In der Vorbereitung und Planung des perfekten Rundgangs des Besuchers auf Ihrem Stand. Wie wird er auf den Stand aufmerksam? Welche Möglichkeiten der Interaktion hat er? Wann und wo besteht die Möglichkeit zum persönlichen Kontakt mit dem Vertrieb? Sind diese Fragen nicht geklärt, besteht kein Konzept für das Erlebnis des Messestands, ist das Engagement auf einer Messe verschenkt.

Kaum ein Unternehmen kann alle denkbaren technischen, kreativen und inhaltlichen Möglichkeiten der Messepräsenz von Anfang an auf dem Schirm haben; ein guter Start besteht daher aus einer umfangreichen Recherche und dem Austausch mit potenziellen Lieferanten. Wenn diese Gespräche erste Ansätze und Ideen zu Tage gefördert haben, darf das Ziel nicht sein, diese neuen Möglichkeiten in das Konzept von vergangenem Jahr zu integrieren. Vielmehr muss das Messestandkonzept zu 100 Prozent dem definierten Ziel folgen – wo besteht sonst schon die Chance, an alle Sinne eines Kunden im Umfeld Ihres Unternehmens zu appellieren?

Showroom statt Messestand

Diesen Showroom als interaktive Erlebniswelt aktiv zu gestalten und zu kontrollieren, hat daher höchste Priorität. Verstecken müssen Sie sich nicht, schließlich würden Sie eine Messe ohne nennenswerte Produktinnovationen oder außergewöhnliche Leistungen kaum als Aussteller besuchen. Große Messewände mit Fernwirkung machen Besucher auf Ihr Unternehmen aufmerksam, indem diese auf außergewöhnliche Aktionen und Möglichkeiten hinweisen.

Ein erster Kontakt über Informationstheken, interaktive Touchscreen-Welten oder architektonische Gestaltung lassen das Interesse wachsen und bewegen die Interessenten auf Ihren Stand. Dies gelingt nur über unterhaltende Elemente, welche Neugier oder Spieltrieb wecken, denn Unterhaltung ist der Schlüssel für Aufmerksamkeit. Messebesucher sollten nicht das Unternehmen kennen lernen, sondern Ihre Marke erleben.

Unsere zufriedenen Kunden

Der interaktive, technisch anspruchsvolle, multimediale Erlebnisgang war wichtig, um unsere Botschaft authentisch und passend zu vermitteln. Neben jeder Menge Aufmerksamkeit und Offenheit für unsere Neuheiten, konnten wir so über das begeisterte Feedback vor allem intensive Gespräche anregen.

Stefan Blankenagel, Leiter Marketing / PM bei INOTEC

Durch den sich anschließenden Kontakt mit Vertriebsmitarbeitern kann Ihre Markenwelt weiter zum Leben erwachen: Zwar sollte der Anspruch immer sein, dass der Nutzer allein und vollkommen intuitiv mit Ihrem Messekonzept interagieren; die gezielte Nutzung der vorhandenen Medien, die aktive Steuerung durch den geschulten Vertrieb sowie der persönliche Kontakt bei Speisen oder Getränken verstärken den Eindruck des perfekten Spagats zwischen Unterhaltung und Professionalität zusätzlich.

Was passiert nach der Messekommunikation?

Das Markenerlebnis darf jedoch nicht mit Verlassen des Stands enden: Erst eine bereits im Vorfeld geplante vertriebliche Nachbereitung in Form schneller und verbindlicher Reaktion sowie konkreter Beantwortung der Besucher-Anliegen lassen eine Messe zu einem Erfolg werden.

Diesen Erfolg zu messen, ist der letzte Baustein des perfekten Messekonzepts. Durch Messung von Verweildauern, Kontakten, Konvergenzraten oder der Auswertung der Messemarktforschung können Sie Rückschlüsse auf den Erfolg Ihres Konzepts und die anschließende Weiterentwicklung ziehen. Umgekehrt fließen durch die Gespräche mit den Besuchern wertvolle Informationen in Ihr Unternehmen zurück, die bei der Produktentwicklung helfen. Schließlich ist nach der Messe vor der Messe.

Case Study: INOTEC auf der light+building

Die INOTEC Sicherheitstechnik GmbH gehört zu den führenden Herstellern in der Not- und Sicherheitsbeleuchtung. Moderne, innovative und qualitativ hochwertige Produkte setzen weltweit neue Standards; dazu gehören dezentrale Notlichtsysteme, Zentralbatterieanlagen und das dynamische Fluchtwegleitsystem D.E.R.. Seit der Gründung 1995 hat sich INOTEC zu einem global agierenden Unternehmen mit über 230 Mitarbeitern entwickelt. Dabei werden die Produkte alle „Made in Germany“ auf rund 13.000m² Produktions-, Lager- und Verwaltungsflächen am Standort Ense produziert.

Die light+building ist die Weltleitmesse für Licht, Elektrotechnik sowie Haus- und Gebäudeautomation, auf der in diesem Jahr knapp 2.600 Aussteller aus 55 Nationen ihre Weltneuheiten auf dem Messegelände in Frankfurt vorstellten. Die neuen FUSION Anlagengenerationen von INOTEC entwickeln die bisherigen Innovation in der Not- und Sicherheitsbeleuchtung weiter, indem zahlreiche Vorteile aus den Bereichen Sicherheit, Konnektivität, Funktionalität und Komfort vereint werden.

Auf der mehr als 200m² großen Ausstellungsfläche sollte eben diese Technologie in einem Erlebnisgang intuitiv und nachhaltig vermittelt werden. Aufgabe war es, eine multimediale Tour für die Besucher zu entwickeln, die rational und intuitiv das Prinzip der FUSION-Technologie veranschaulicht und mithilfe eines Flucht-Szenarios emotional die Notwendigkeit des dynamischen Fluchtwegeleitsystems begreifbar macht. Und so den Besuch zu einem bleibenden Erlebnis macht.

Eine geheimnisvolle Tür lockt die Besucher in einen Flur, in dem zunächst auf Screens eine Produktpräsentation läuft. Ein plötzlicher Netzausfall lässt den Besucher überraschend im Dunkeln stehen, bevor Kurzdistanz-Beamer auf der 10m langen Flurwand einen Blick in die Wand simulieren: Die einmalige FUSION-Technologie kommuniziert mit den Einzelleuchten und ist so in der Lage, Ausfälle zu erkennen und zu melden. Der Sprecher verkündet nun das vermeintliche Ende der Tour; wählen die Besucher allerdings den ersten Ausgang, wird per Sensorik ein Feuer (auf einem Screen) hinter der Tür simuliert, denn „der erstbeste Weg ist nicht immer der Richtige“. Das dynamische Fluchtwegeleitsystem schaltet sich ein und zeigt den Weg zu einer anderen Tür.

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