Neulich kam ein Kunde auf uns zu, die auf seiner WordPress-Seite hinterlegten Bilder sind in einer nicht ganz schönen Form durch Google indexiert und auffindbar. Wünschenswert ist das natürlich nicht – denn selbst dann, wenn es ein Interesse daran gibt, die Bilder im Bild-Index von Google anzuzeigen: Das Interesse, diese Bilder nicht als reine Anhangseite, sondern dementsprechend auch mit zugehörigen Beitrag zu veröffentlichen, ist deutlich größer.

WordPress hat die Angewohnheit, mit Hochladen der Bilder automatisch eine Bild-Anhang-Seite zu erstellen, die im Kontext der Gesamt-Seite mehr oder weniger schön aussieht und insbesondere bei sauberer oder SEO-freundlicher Benennung der Bilder mit Sicherheit nicht zum gewünschten Nutzererlebnis führt. Im Prinzip gibt es vier (besser dreieinhalb) mehr oder weniger mühsame Möglichkeiten, diese Seiten nicht zu indexieren.

Verwaltung über die Webmaster Tools

Es ist denkbar, jede einzelne, möglicherweise schon indexierte Seite manuell und einzeln über die Webmaster Tools zu entfernen. Darüber hinaus ist es ebenfalls denkbar (und in dem Atemzug notwendig), jeder einzelnen Bild-Anhang-Seite eine „noindex“-Information zuzuweisen. Das kann bei drei oder fünf Bildern eine mögliche Lösung sein. In Zeiten immer visueller werdender Inhalte jedoch, wo es teilweise mehr als 100 Bilder auf einer durchschnittlichen Internetseite gibt, macht das definitiv keinen Spaß mehr.

Gestaltung der Bild-Anhang-Seiten

Sollten die Bild-Anhang-Seiten als eigenes Element gewünscht sein, ist natürlich auch möglich, jede einzelne Bild-Anhang-Seite weitestgehend individuell zu gestalten. Ein entsprechendes Template in WordPress garantiert eine passende und individuelle Darstellung und auch die Medienseiten lassen viel Raum für die Gestaltung der einzelnen Seitenelemente. Das funktioniert jedoch aus zwei Gründen nur begrenzt gut. Zum einen ist es kaum vorstellbar, dass alle Bilder eine vergleichbare Auflösung haben – somit ergeben sich für die Darstellung etwa von Thumbnails andere darstellerische Herausforderungen als für Header- und Slider-Bilder. Zum anderen sind die Herausforderungen von Tipp 1 ebenfalls vorhanden – bei drei bis fünf Bildern pro Internetseite ist diese Lösung gangbar. Insbesondere im Nachgang mehr als 100 Bilder zu bearbeiten, ist nicht zielführend.

Bevorzugt: Erstellung einer image.php

Der beste Tipp kommt selbstverständlich zum Schluss. Das Bild soll selbstverständlich in den Google-Ergebnissen angezeigt werden. Nichtsdestoweniger ist es auch für den Nutzer sinnvoll, das Bild nicht einzeln auf einer Bild-Anhang-Seite zu sehen, sondern im Kontext einer Seite. Das ist insbesondere bei Infografiken ein wichtiger Service am Kunden. Für die Suchmaschinenoptimierung einer Seite ist es überdies sinnvoll, da logischerweise inhaltlich relevanten Seiten ein Zuspruch – auch über Bilder – zukommen soll. Gangbar und Ziel ist dementsprechend, die Bilder im eingebetteten Kontext zu zeigen. Dies ist einfach über eine neu anzulegende image.php zu lösen – diese image.php sollte folgenden Text beinhalten:

[php]
<?php
header (‚HTTP/1.1 301 Moved Permanently‘);
header (‚Location: ‚.get_permalink($post->post_parent));
?>
[/php]

Das sorgt für eine saubere und SEO-freundiche 301-Weiterleitung und zeigt alle Bilder sauber im Kontext an. Kopiert werden sollte diese Datei via FTP in den Theme-Ordner (unter wp-content/themes/theme).

Eine weitere Anmerkung noch: Diese zuletzt skizzierte Lösung ist auch automatischer Bestandteil des WordPress-SEO-Plugins YOAST.