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Content Management Systeme (CMS) im Porträt: Contao
07
Apr 2015

Content Management Systeme (CMS) im Porträt: Contao

Unser Wunsch ist es, unseren Kunden immer das Content Management System – also die Schnittstelle zwischen komplexer und kaum zu editierender Datenbank und dem hübschen Frontend der Internetseite – anzubieten, was zu ihren Anforderungen und Erwartungen passt. Handelt es sich um eine besonders einfache Website und ein kleines Unternehmen ohne eigene Person, die sich um die Pflege kümmern kann,  ist WordPress möglicherweise eine sinnvolle Einrichtung, wie wir es für SHOPISTICATED aus Berlin oder Surprise Deko aus Dortmund verwenden. Soll die Internetseite ein bisschen komplexer sein, ggf. auch schnell mehr Gestaltungsspielräume bieten und gibt es eine ganz Hand voll spezieller Funktionen und Menschen, die sich um die Pflege kümmern müssen, könnte Contao eine passende Antwort sein, etwa im Falle von syntra, dem Management-Netzwerk der Deutschen Telekom, oder auch die ARKTIS GmbH aus Berlin. Aber auch Drupal, Magento, Typo 3, Concrete 5, Pagery, etc. können potenzielle Lösungsansätze für die Anforderungen sein. Wir stellen euch in dieser kleinen Reihe einzelne Lösungen mit ihren Vor- und Nachteilen sowie den Einsatzgebieten vor.

Nummer 1 unserer unendlichen kleinen Reihe ist das wunderbare Contao. Dass wir es an Platz 1 stellen und als solchen Hero darstellen, kommt nicht von ungefähr. Es ist aus unserer Sicht für einen Großteil unserer Kunden eine wunderbare Zwitterlösung aus komplexer Datenbankanwendung und einfach zu pflegendem System. Insbesondere dann, wenn sich unsere Ansprechpartner selbst für Webentwicklung und Webdesign interessieren, hat es den wunderbaren Vorteil ganz nah an dem HTML-Code für die Website zu sein. Aber der Reihe nach.

Die Geschichte: Contao hieß früher TYPOlight und verrät damit schon einiges über seine Funktionsweise. Es bringt die großartigen Vorteile eines Typo 3-Systems mit sich, beispielsweise in puncto Nutzer- und Content-Verwaltung ohne so unfassbar überladen zu sein wie der große Bruder (der für große oder vielschichtige Unternehmen, bspw. Hochschulen, mit Sicherheit auch seine Existenzberechtigung hat). Gleichzeitig gibt es hier laut dem Contao-Bruder keinen Zusammenhang und auch institutionell oder personell kann hier von keiner Abhängigkeit der beiden Systeme gesprochen werden.

Optik und Funktionsumfang: Traut man der Website von Contao selbst, kann das Programm alles. Es ist suchmaschinenorientiert geschrieben, unglaublich effizient in seiner Umsetzung und natürlich einfach zu bedienen. Kann man so sehen. Oder auch anders. In der Tat ist das CMS sehr umfangreich und das schon von Haus aus. Suchmaschinenrelevante Programmierelemente (Beeinflussung der URL, Hinzufügen von Meta-Daten, etc.) sind genauso vorhanden wie umfangreiche Mailing-, Event- und Mitglieder-Module. Ein differenziertes Rechtemanagement für’s Backend ist ebenfalls möglich und aufgrund seiner Detailtiefe fast schon ein bisschen umständlich. Benötigt ihr weitere Funktionen, könnt ihr diese entweder aus einer umfangreichen und schon bestehenden Modul-Datenbank beziehen und weiterentwickeln oder komplett selbst eigene Module entwickeln und einsetzen. Aufgebaut ist das komplette CMS so, dass ihr im Prinzip eine Element-Struktur habt, in der eure Seite von oben nach unten ganz einfach abgebildet wird. Ihr könnt hier sowohl HTML-Elemente als auch Inhalts-Elemente wie Texte, Videos, Bilder und Downloads mit passender Unterstützung, bspw. WYSIWYG-Editor, Bildbeschriftung, etc., nutzen. Gleichzeitig ist es Template basiert, sodass sich das PHP-Template die entsprechenden Elemente aus der Datenbank zieht. Da es hier aber auch um die Optik geht, ist festzuhalten, dass sich Contao zwar sehr viele Gedanken um die Usability gemacht hat – Informationsbuttons überall, eine wiederkehrende Bild- und Symbolsprache sowie ein weitestgehend identischer Aufbau für nahezu alle Arten von Beiträgen (und dann auch Inhaltselemente) schaffen einen hohen Wiedererkennungswert. Das ändert allerdings nichts an dem ansonsten ziemlich altbackenenden Design, das bei unerfahrenen Nutzern eher behäbig und wenig intuitiv als einfach und für den täglichen Gebrauch einfach zu händeln wirkt. Das Design erfordert demnach eine Einarbeitungszeit.

Vor- und Nachteile: Die Vorteile für Menschen, die relativ intensiv mit dem Thema Web zu tun haben: Die Seite sieht in ihrer Backend-Struktur genauso aus wie im Frontend. Die individuelle Kontrolle über die Gestaltung ist relativ groß und die Entwicklung fällt auch relativ leicht. So ist es am Anfang vielleicht reines HTML, was dann Schritt für Schritt verfeinert und so ausgegliedert wird, das im Prinzip jedes Element einzeln und einfach durch den Kunden als Endstation zu pflegen ist. Sicherheit, Erweiterbarkeit und eine starke Serien-Ausstattung sind außerdem ein guter Startpunkt, auch etwas komplexere Projekte umzusetzen. Bei syntra beispielsweise handelt es sich im Frontend um eine verhältnismäßig simple Seite. Im Backend, dem Intern-Bereich für die Mitglieder von syntra ist aber problemlos die Verwaltung der Mitglieder über die Vereinssoftware möglich. Auch die interne Verwaltung von Veranstaltungen sowie automatisierte Prozesse bei der Veröffentlichung von Prozessen sind denkbar. Der Nachteil: Ganz eindeutig, insbesondere im Vergleich zu einigen anderen, deutlich eher auf die Interessen der Endanwender entwickelten Content Management Systeme, ist das CMS sehr schwer anzuwenden, wenn man nicht mit Systemen dieser Art vertraut ist. Es erfordert also eine umfängliche Schulung und eine sehr intensive Aufbereitung im Backend für den Kunden.

Unser Fazit: Machen. Ganz eindeutig und einfach. Es ist ein schlankes, einfaches und nach ordentlicher Schulung auch für den Endanwender gut zu bedienendes CMS. Es bringt von Haus aus großartige Funktionen mit, ist nah an der Arbeit des Webworkers und bietet somit eine solide Grundlage auch für flexibles und schnelles Arbeiten in erster Instanz.

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