Suchmaschinenoptimierung (kurz: SEO) ist ein schwieriges Feld. Davon sind große Konsumgüter-Unternehmen genauso betroffen wie der Industrie-orientierte Mittelstand. Die erste Herausforderung liegt darin, permanent und in jedem Bereich auf dem aktuellen Stand zu sein. Das allein ist schon eine große Herausforderung, auch technisch. Darüber hinaus müssen Unternehmen – und spätestens hier unterscheidet sich SEO auch nicht mehr vom klassischen Marketing – so denken und funktionieren wie die Zielgruppe. Denn Keywords, also Schlagworte, sind der Schlüssel zum Erfolg.

Google funktioniert über Keywords. Sie müssen in der Website, Meta-Bestandteile, Überschriften, URLs, den Texten sowieso, etc. vorhanden sein. So bekommen sie eine angemessene Gewichtung und die Seite bekommt für einen bestimmten Suchbegriff Relevanz. Hierin liegt auch schon die erste Grundregel im Finden richtiger Keywords. Je eindeutiger eine einzelne Seite (also nicht der komplette Webauftritt!) einem Schlüsselbegriff zugeordnet werden kann, desto besser. So entstehen eindeutige Kontexte, Überschriften, URL-Slugs und Schwerpunkte auf einer Seite. Auch die Meta-Beschreibungen werden korrekter. Auch im zweiten Schritt der Suchmaschinenwerbung entstehen so Vorteile. Das Ranking einer Google-Anzeige im Wettbewerb anderer Anzeigen ergibt sich nämlich aus gebotenem Preis und Relevanz der Zielseite.

Wie komme ich aber nun zu den korrekten Keywords? Ein guter Start hierfür ist eine Mind-Map. Hier sollten möglichst sauber sämtliche relevante Inhalte des Unternehmens abgebildet werden, das betrifft einzelne Geschäftsbereiche genauso wie vielleicht angebotene Produkte, Dienstleistungen oder Werte, mit denen Ihr Unternehmen suggeriert werden soll. Diese versuchen sie zu bündeln und unter eine entsprechende Überschrift zu fassen, die alle Bereiche miteinander verbindet. Diese Überschriften sind dann die Hauptschlüsselwörter, denen Sie in Ihrer Website-Konzeption Schwerpunkte zuordnen, sodass eine umfangreiche Sitemap und zu Ihrem Unternehmen passende Sitemap entsteht.

Neben den Leistungen des eigenen Unternehmens sind Trend-Topics auch immer ein guter Anker, relevante Schlüsselwörter zu identifizieren. Auch hier zeigt sich schon: regelmäßige Aktualisierungen und Überarbeitung der Schlagwortgewichtung und -dichte Ihrer Internetseite ist Pflicht. Eine einfache Abhilfe ist ein wie auch immer gearteter Corporate Blog (Aktuelles-Bereich, Neuigkeiten, etc.).

Nichts schützt allerdings davor, mit seiner Keyword-Auswahl an den Kundenbegriffen vorbei zu kommunizieren. Bloß weil der Produktname oder der interne Leistung ihrer Dienstleistung inhaltlich und fachlich korrekt sind, heißt es nicht, dass Kunden das wissen und eben dementsprechend auch suchen. Hier gibt es im Kern drei Hinweise, die zu jeder guten Keyword-Recherche gehören:

  1. Prüfen Sie Ihre Benchmark-Wettbewerber. Was machen diese, welche Begriffe verwenden sie in welchem Kontext und an welcher Stelle?
  2. Testen Sie die ausgewählten Begriffe. Wenn Sie eine Liste von Begriffen haben, einfach ins Internet und ab dafür. Wenn die Begriffe schon von Wettbewerbern belegt sind, sind Sie auf einem guten Weg. Wenn Sie keine anderen Konzentrationen finden, dann stoßen Sie entweder in eine Lücke vor oder liegen total daneben.
  3. Arbeiten Sie mit dem Google Keyword Planer. Hierzu müssen Sie sich zwar bei Google AdWords anmelden; das ist allerdings kostenlos und hilft, auch zu ihrem Keyword passende Erzängungswörter und Wortgruppen zu finden.

Ansonsten gilt natürlich auch hier immer: testen, testen, testen.

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