Auch kleine und mittelständische Unternehmen können in sozialen Medien erfolgreich sein. Entscheidend ist zum einen die Wahl des Mediums – sollen es Facebook-Interaktionen sein, Twitter-Support, Pinterest-Pins oder Instagram-Likes? Ist das richtige Medium gewählt, gilt die klassische Message, die schon Axel Springer in seinem Media Entrepreneurs-Recruiting-Film gezeigt hat: Content is King!

Wie auch immer – wir bei camalot media selbst haben jetzt erlebt, wie schnell Facebook-Posts erfolgreich sein können und möchten daraus gern ein kleines Best Practice ableiten. Zahlreiche Leser kennen mit Sicherheit den nicht mehr ganz so aktuellen Facebook-Trend ‚Things, xxx don’t say‘. Für xxx sind verschiedene Jobs, Berufs- oder sonstige Interessengruppen einzusetzen.

Die Grundlage: Eine in unserem Bereich sehr beliebte Gruppe ist ‚Dinge, die ein Werber nicht sagt‚. Inhalt sind Bilder typischer Sätze unserer Berufsgruppe, die mit klassischen Kundenanforderungen spielen und die Branche selbst-ironisch auf die Schippe nehmen – wenn man so will eine Weiterentwicklung der Website Clients from Hell. Es sind also Sätze, die man täglich sagt, obwohl man sie hasst. Durch den enormen Erfolg der Seite, ist es möglich, Geld durch Produkte zu verdienen, auf denen diverse Sprüche drauf stehen, etwa ‚Ah, gut, dass Sie anrufen‘ auf einem iPhone-Case.

Screenshot der camalot media-Facebook-Aktion

Unser Ansatz: Uns haben die Sprüche gefallen, wir haben uns, eigentlich nur aus Spaß, diese T-Shirts (und in meinem Fall eine Handyhülle) gekauft. Wie bereits in diesem Blog veröffentlicht, haben wir ein Foto von uns gemacht, für unsere Facebook-Fans. Das ist deswegen kein Problem, weil wir auf Facebook zwar auch mit Kunden interagieren, überwiegend jedoch den Personal-Bereich, Freunde und Bekannte aus dem großen Dunstkreis camalot abholen, um unsere Arbeit fassbarer zu machen. Gleichzeitig dient die Seite der Suchmaschinenoptimierung und als Sammel-Pool zahlreicher Making-Of-Fotos und Materialien, die unsere Arbeit – dann auch für Kunden – transparenter zu machen. Fotos von uns Gründern im witzigen Kontext kommen erfahrungsgemäß gut an, einfach weil, wie Caro immer sagt, „Menschen auf Facebook einfach funktionieren“. Auch die Uhrzeit – auswertbar durch die neuen Page Insights auf Facebook – war bewusst gewählt: verhältnismäßig spät abends, was uns sowohl die ‚Ins-Bett-Geher‘ als auch die Frühaufsteher sichert. Gezieltes Teilen durch mich auf der eigenen Timeline sowie das Teilen auf der Seite ‚Dinge, die ein Werber nicht sagt‘, sollten die Reichweite erhöhen und die Fanbase ausbauen.

Screenshot der camalot media-Facebook-Aktion - geteilt vom Anbieter

Der Effekt: Was passiert ist, war in diesem Umfang nicht geplant. Bereits nach dem ersten Tag konnten wir unsere Fanbase leicht ausbauen, vier neue Likes für die Seite, 39 Likes für den Beitrag, vereinzelte Kommentare dazu. Basis hierbei war nur der Post auf unserer Seite sowie das Teilen in meiner privaten Timeline mit einer öffentlichen Sichtbarkeit. Schon am Donnerstagabend hatten wir mit einer Reichweite von spürbar unter 1.000 Menschen schon einen Achtungserfolg erreicht, der weit über unseren bisherigen Ergebnissen lag. Einen Tag später war es dann passiert, die Betreiber von ‚Dinge, die ein Werber nicht sagt‘ fanden unseren Post so teilenswert, dass sie ihn zu einem ‚Highlight‘ in der Page-Historie gemacht haben. Wir konnten zusätzliche Kommentare (Stand jetzt: 7), einige Likes (11) und vor allen Dingen Reichweite (5.600) gewinnen. Das Besondere dabei: neben den Shares sind das vor allen Dingen Reaktionen von Leuten, die mit der Marke bisher gar keinen Kontakt hatten, uns nicht kennen und die Idee trotzdem sehr überzeugens- und unterstützenswert fanden. Unser Foto hat das 35-fache unserer Fanbase erreicht, Investition waren das T-Shirt, ein Foto-Shooting mit Bearbeitungszeit und eine Idee als erster in diesem Bereich! Durch weitere Möglichkeiten des ‚Boosts‘ wäre eine noch größere Reichweiten-Steigerung in einer relevanten Zielgruppe problemlos möglich gewesen.

Die Learnings: Facebook funktioniert auf Basis guter Ideen, die Menschen begeistern – gute Vorarbeit (was wollen meine Fans zu welcher Zeit), eine umfangreiche Planung und die Distribution durch geeignete Aggregatoren sind entscheidende Faktoren für den Erfolg eines Postings. Gestaltet man das Posting noch mit einem Angebot, einer Image-Botschaft (wie in unserem Fall) oder einem Service, ist ein auch für Unternehmen zählbarer Erfolg mehr als realistisch.

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